Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.
MEHR ERFAHRENDer Untertagebau umfasst sämtliche Ingenieurleistungen, die mit der Planung, dem Bau und der Sicherung von Hohlräumen unter der Erdoberfläche verbunden sind. In Witten, einer Stadt mit langer Bergbautradition und komplexer geologischer Struktur, gewinnt dieser Bereich zunehmend an Bedeutung. Ob es um die Erneuerung der städtischen Infrastruktur, den Ausbau von Verkehrswegen oder die Sicherung alter Grubenbaue geht – die geotechnischen Herausforderungen im Untertagebau erfordern ein tiefes Verständnis der lokalen Bodenverhältnisse und eine präzise Anwendung moderner Berechnungs- und Überwachungsverfahren.
Die geologischen Bedingungen in Witten sind maßgeblich durch das Ruhrkarbon und die darüber lagernden Lockergesteinsschichten geprägt. Das Stadtgebiet liegt am Übergang zwischen dem Rheinischen Schiefergebirge und der Westfälischen Bucht. Hier treffen verwitterte Ton- und Schluffsteine auf sandige Kiese und Auenlehme, was zu stark wechselnden Baugrundverhältnissen führt. Hinzu kommen künstliche Auffüllungen und die Hinterlassenschaften des historischen Steinkohlenbergbaus, wie unzureichend dokumentierte Schächte und Strecken. Diese heterogene Untergrundstruktur stellt eine zentrale geotechnische Herausforderung dar, insbesondere bei der Geotechnische Analyse für Tunnel in weichem Boden, wo die geringe Standfestigkeit des Gebirges spezielle Sicherungsmaßnahmen erforderlich macht.
Für sämtliche Untertagebauprojekte in Witten sind die nationalen und europäischen Normen des Erd- und Grundbaus bindend. Maßgeblich ist der Eurocode 7 (DIN EN 1997) mit seinem nationalen Anhang, der die geotechnische Bemessung und Nachweisführung regelt. Ergänzend gelten die DIN 18312 für den bergmännischen Tunnelbau sowie die Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB) und des Arbeitskreises Tunnelbau (ETB). Bei der Geotechnische Bemessung tiefer Baugruben sind zudem die Vorgaben der DIN 4123 für den Verbau und die Standsicherheit von Baugruben zu beachten. Die Einhaltung dieser Regelwerke ist nicht nur eine Frage der technischen Sicherheit, sondern auch eine versicherungs- und haftungsrechtliche Notwendigkeit.
Das Anwendungsspektrum des Untertagebaus in Witten ist breit gefächert. Es reicht von der Herstellung neuer Kanäle und Leitungsstollen im Zuge der Stadtsanierung über den Bau von Verkehrstunneln zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs bis hin zur Sicherung und Verwahrung von Altbergbauanlagen. Ein weiteres wichtiges Feld ist die Baugrubentechnik im innerstädtischen Bereich, wo tiefe Baugruben oft unmittelbar an bestehende Bebauung angrenzen. Hier ist eine kontinuierliche Geotechnische Baugrubenüberwachung unverzichtbar, um Verformungen des Bodens und der Nachbargebäude frühzeitig zu erkennen und Schäden zu vermeiden. Auch der Ausbau der erneuerbaren Energien, etwa durch Kavernenspeicher, rückt den Untertagebau in den Fokus.
Untertagebau umfasst alle Ingenieurtätigkeiten zur Herstellung und Sicherung von Hohlräumen unter der Geländeoberfläche. Dazu zählen die geotechnische Erkundung und Analyse des Baugrunds, die statische Bemessung der temporären und dauerhaften Sicherung, die Ausführungsplanung für den Vortrieb sowie das geotechnische Monitoring zur Überwachung der Standsicherheit und der Auswirkungen auf die Umgebung während der Bauphase.
Die größten Risiken resultieren aus den heterogenen Lockergesteinsüberlagerungen und den Relikten des historischen Steinkohlenbergbaus. Alte, nicht dokumentierte Schächte und Strecken können zu plötzlichen Verbruch- und Tagesbruchrisiken führen. Zudem ist der verwitterte Fels oft wenig standfest, und Schichtwasserzutritte können die Stabilität der Ortsbrust und der Laibung stark beeinträchtigen, was besondere Vortriebsverfahren erfordert.
Zentral ist der Eurocode 7 (DIN EN 1997) für Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik. Ergänzend gelten die DIN 18312 für den bergmännischen Tunnelbau, die Empfehlungen des Arbeitskreises Tunnelbau (ETB) für die Planung und Ausführung sowie die DIN 4123 für Baugruben. Für die Bauüberwachung sind die Vorgaben der DIN 18300 und des Arbeitskreises Baugruben (EAB) relevant.
Das Monitoring dient der Sicherheit von Bauwerk und Umgebung. Es liefert kontinuierlich Messdaten über Verformungen, Spannungen und Wasserstände im umgebenden Gebirge. Diese Daten werden mit den Prognosen aus der Bemessung verglichen. Bei Abweichungen können sofort Sicherungsmaßnahmen verstärkt oder das Bauverfahren angepasst werden, um Schäden an benachbarten Gebäuden oder der Infrastruktur zu verhindern.